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12.06.2018

Dieselvorwürfe: Ermittlungen nun auch gegen Brehm & v. Moers-Mandant Rupert Stadler

Die Staatsanwaltschaft München hat ihre Diesel-Ermittlungen auf Audi-Chef Rupert Stadler und ein weiteres nicht genanntes Vorstandsmitglied ausgeweitet. Dabei durchsuchte sie auch die Wohnungen der beiden Vorstände. Es gehe um Betrug und „mittelbare Falschbeurkundung” sowie die Frage, ob Dieselfahrzeuge mit manipulierter Software in den europäischen Verkauf gebracht wurden.

Stadler wird bekanntermaßen schon seit Längerem vom Münchner Strafrechtler Thilo Pfordte von Brehm & v. Moehrs vertreten. Der Verteidiger des zweiten Vorstandsmitglieds ist noch nicht bekannt. Im Unternehmen wird schon länger ermittelt. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft geht es in dem Ermittlungsverfahren inzwischen um 20 Beschuldigte. Mehrfach hatte es dabei auch Razzien in Büros und Privathäusern gegeben.

Audi hat für die strafrechtliche Beratung schon länger den renommierten Namenspartner Prof. Dr. Werner Leitner von Leitner & Partner beauftragt.

Die Staatsanwaltschaften in Braunschweig und München ermitteln seit Anfang 2016 gegen Volkswagen und Audi. Im April geriet auch VW-Tochter Porsche ins Visier. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft durchsuchte unter anderem den Stammsitz des Autoherstellers. Ein Manager sitzt seitdem in Untersuchungshaft. (Christiane Schiffer)

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