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29.08.2005

Squeeze-out bei Hoechst abgeschlossen

Der bislang größte und am stärksten angefochtene Squeeze-out in Deutschland ist im Juli erfolgreich abgeschlossen worden. In dem seit Monaten blockierten Verfahren gegen die Restaktionäre der Hoechst AG wurden alle Anfechtungsklagen überraschend bereits am ersten Verhandlungstag per Vergleich erledigt. Insgesamt waren 34 Klagen gegen den Hauptversammlungsbeschluss zum Squeeze-out vom Dezember 2004 am Landgericht Frankfurt eingegangen. Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis wird nun als neuer Alleinaktionär die nicht mehr operativ tätige Hoechst von der Börse nehmen und umstrukturieren. Deren Aktionäre hatten ungeachtet der Zerschlagung des Konzerns seit Ende der 1990er Jahre und der Fusion mit Rhône-Poulenc zu Aventis 1999 an ihren Aktien festgehalten. (CT)Berater Sanofi-Aventis
Gleiss Lutz (Stuttgart): Dr. Gerhard Wirth; Associate: Dr. Michael Burian – Vergleichsverhandlungen
Hengeler Mueller (Düsseldorf): Dr. Matthias Bungert, Dr. Matthias Hentzen; Associates: Dr. Jan Liersch, Dr. Christian Meyer, Dr. Robert Thoma – Squeeze-out, Anfechtungsklagen, Freigabeverfahren
Linklaters Oppenhof & Rädler (Frankfurt): Stephan Oppenhoff (Federführung) – Restrukturierung, Übernahmeangebot

Mit dem Squeeze-out-Verfahren selbst und der Vertretung der Hoechst AG gegen die Anfechtungsklagen war Hengeler Mueller beauftragt. Die gesamte Restrukturierung von Sanofi-Aventis im Gefolge der Großfusion vor einem Jahr betreut Linklaters (JUVE 01/05). Die Kanzlei hatte auch zum Pflichtangebot an die freien Hoechst-Aktionäre beraten.

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