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26.08.2020

Erneuter Zugang: Weber-Partner verstärkt Kapitalmarktrecht bei Schönherr

Nur eine Woche nachdem bekannt wurde, dass der Managing-Partner von Haslinger Nagele das Linzer Büro von Schönherr leiten wird, kündigt sich ein weiterer hochkarätiger Zugang an: Der bekannte Kapitalmarktrechtler Christoph Moser (40) wechselt Anfang 2021 als Equity-Partner in das Wiener Büro der Kanzlei. Seit sechs Jahren ist er Partner bei Weber Rechtsanwälte. Ob ihm weitere Juristen folgen, war zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Christoph Moser

Christoph Moser

Bei Schönherr wird Moser die Kapitalmarktpraxis gemeinsam mit der langjährigen Partnerin Dr. Ursula Rath leiten. Für Moser ist es eine Rückkehr, denn er war bereits von 2010 bis 2012 bei der Kanzlei tätig. Auch mit dem Linzer Büro bieten sich Anknüpfungspunkte, so zählt etwa die oberösterreichische S&T zu den langjährigen Mandanten des gebürtigen Linzers, der auch den neuen dortigen Office-Managing-Partner Magerl gut kennt.

Moser bringt vielfältige Kontakte zu börsengelisteten Unternehmen und zu Banken mit, darunter JP Morgan und die Erste Group. Er berät sowohl zu Eigen- als auch zu Fremdkapitalmarkttransaktionen. Beispiele sind etwa der Börsengang von Marinomed sowie die Corporate Bonds von Wienerberger und S&T. Auch zahlreiche Emissionen von Finanzinstituten stehen für das wiederkehrende Geschäft des Kapitalmarktrechtlers.

Er begann seine berufliche Laufbahn 2005 als Konzipient bei CMS Reich-Rohrwig Hainz. 2007 wechselte er für ein Jahr als Jurist und Kapitalmarktjournalist zum Styria Börse Express. Danach kehrte er für zwei Jahre zu CMS zurück, um anschließend bei Schönherr anzuheuern. Während seiner Zeit bei Schönherr erlangte er auch seine Eintragung als Anwalt. Von 2012 bis 2014 war er als Anwalt bei Baker & McKenzie Diwok Hermann Petsche tätig, von wo aus er dann als Partner zu Weber Rechtsanwälte wechselte.

Die Bank- und Finanzrechtspraxis von Schönherr zählt nach seinem Zugang 20 Juristen, davon sieben Partner, einen Counsel, drei Anwälte und neun Konzipienten. Das darin integrierte Kernkapitalmarktteam zählt dann neben den beiden Equity-Partnern, Rath und Moser, zwei Anwälte und zwei Konzipienten.

Weber vor dem Wiederaufbau

Für Weber bedeutet der Weggang einen herben Rückschlag hinsichtlich des Generationswechsels der ganzen Kanzlei. Moser stand wie kein anderer für die Zukunft der auf Kapitalmarktrecht fokussierten Einheit, die viele börsengelistete Unternehmen und Großbanken berät. Moser ist auch der einzige Partner und Anwalt, dem es gelang, sich neben dem fachlich hoch angesehenen Prof. Dr. Stefan Weber (61) einen Namen im Markt zu erarbeiten. Das Kapitalmarktteam zählt nach dem Weggang von Moser neben dem Namenspartner Weber drei Konzipienten. (Claudia Otto)

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