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08.03.2019

Schienentechnik: Frauscher geht mit Baker & McKenzie und Binder Grösswang an Delachaux

Die Delachaux-Gruppe hat den Spezialhersteller Frauscher Sensortechnik gekauft. Die Produkte des oberösterreichischen Unternehmens sollen die Schieneninfrastrukturlösungen des französischen Familienunternehmens ergänzen. Verkäufer ist der Private-Equity-Fonds Greenbriar.

Gerhard Hermann

Gerhard Hermann

Frauscher Sensortechnik vereinfacht mit seinen Raddetektionssystemen, Achszählern und Trackinglösungen den Betrieb und die Überwachung der Schieneninfrastruktur. Das Unternehmen beschäftigt rund 430 Mitarbeiter in 13 Ländern weltweit und erzielte 2018 einen Umsatz von 70 Millionen Euro. Delachaux erwirbt einen Mehrheitsanteil an Frauscher, die verbliebenen Anteile hält weiterhin das Management-Team des Betriebs aus Schärding. Das Unternehmen plant, nach der Übernahme verstärkt in Forschung und Entwicklung zu investieren, um die Digitalisierung auf der Schiene weiter voranzubringen.

Bei dem 1902 gegründeten Familienunternehmen Delachaux aus dem Großraum Paris ist die Schieneninfrastruktur ein zentrals Geschäftsfeld. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen mehr als 3.000 Mitarbeiter in 35 Ländern. 2017 erwirtschaftete es einen Umsatz von 841 Millionen Euro. Weltweit nutzen Bahn- und Fluglinien, aber auch Seehäfen die Technologie des französischen Konzerns. 

Die Verkäuferin, die 1999 gegründete Greenbriar Equity Group, hatte Frauscher 2016 im Zuge eines Management-Buyout von der Josef Frauscher Privatstiftung übernommen. Das Unternehmen mit Sitz in New York ist weltweit tätig und auf Investitionen in der Transportbranche spezialisiert.

Berater Delachaux
Baker & McKenzie Diwok Hermann Petsche (Wien): Dr. Gerhard Hermann, Dr. Eva-Maria Ségur-Cabanac (beide Federführung), Alex Lewis (London), Dr. Peter Wand (Frankfurt; alle Corporate/M&A), Dr. Dieter Buchberger (Bank- u. Finanzrecht), Andreas Traugott (Kartellrecht); Associates: James Adams (London), Stephanie Sauer, Amin Assadi (alle Corporate/M&A), Andreas Flaig (Bank- u. Finanzrecht, Rechtsanwaltsanwärter), Dr. Anita Lukaschek (Kartellrecht), Elisabeth Wasinger (Arbeitsrecht)

Thomas Schirmer

Thomas Schirmer

Berater Greenbriar
Binder Grösswang (Wien): Dr. Thomas Schirmer (Federführung; Corporate/M&A), Emanuel Welten (Bank- u. Finanzrecht), Dr. Markus Uitz (Immobilienrecht; Corporate/M&A), Dr. Angelika Pallwein-Prettner (Arbeitsrecht), Dr. Johannes Barbist (Regulatory), Christine Dietz (Kartellrecht); Dr. Robert Wippel (Bank- u. Finanzrecht); Alexander Kramer (Immobilienrecht), Dr. Hellmut Buchroithner (IP/IT); Associates: Dr. Hemma Parsché, Moritz Salzgeber, Felix Fuith (alle Corporate/M&A; letzterer Rechtsanwaltsanwärter); Maximilian Müller (Bank- u. Finanzrecht; Rechtsanwaltsanwärter), Christoph Baumgartner, Michael Delitz (beide Immobilienrecht; Corporate/M&A; letzterer Rechtsanwaltsanwärter), Sabine Apfl-Trompeter (Arbeitsrecht), Valerio Hofmann (IP/IT), Anian Gruber (Regulatory; Rechtsanwaltsanwärter), Miriam Imarhiagbe (Kartellrecht, Rechtsanwaltsanwärterin)
Kirkland & Ellis (New York): Shawn O’Hargan (Federführung), Adi Herman; Associates: Laura Umbrecht, Carl Witkin, Marc Weinstein (alle PE/M&A)

Sibylle Novak

Sibylle Novak

Berater Frauscher Management
CMS Reich-Rohrwig Hainz (Wien): Dr. Sibylle Novak (Federführung; M&A/Steuerrecht), Dr. Peter Huber (Corporate/M&A); Associates: Daniel Kropf, Thomas Aspalter (beide M&A/Steuerrecht; beide Rechtsanwaltsanwärter)
P+P Pöllath + Partners (München): Dr. Barbara Koch-Schulte, Dr. Matthias Bruse (beide M&A/Private Equity)

Hintergrund: Sowohl Binder Grösswang als auch Baker & McKenzie bringen langjährige Erfahrung in großen PE-Transaktionen mit. So waren beide Kanzleien zuletzt unter anderem am Verkauf der Amann-Girrbach-Gruppe an Capvis Equity beteiligt.

Die Wiener Anwälte von Baker & McKenzie waren heuer zum ersten Mal für Delachaux tätig und kam über einen Pitch ins Mandat. Steuerlich setzte das französische Unternehmen auf PwC.

Binder Grösswang stand Greenbriar bereits 2016 bei der Übernahme von Frauscher zur Seite. Ins Mandat kam die Kanzlei damals über den Kontakt zum New Yorker Kirkland & Elllis-Büro, mit dem Corporate-Partner Schirmer auch in der aktuellen Transaktion zusammen arbeitete.

Auch das Frauscher Management um Michael Thiel wählte mit CMS Reich-Rohrwig Hainz und P+P Pöllath + Partners die gleichen Berater wie beim Management-Buyout 2016. (Annette Kamps)

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