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23.10.2014

Kommen und Gehen: Willheim Müller stellt Partnerschaft neu auf

Die Wiener Kanzlei Willheim Müller hat ihre Corporate-Praxis seit Anfang Oktober erstmals unter die originäre Leitung eines Partners gestellt. Dafür gewann sie den erfahrenen Inhouse-Counsel Dr. Michael Straub (46). Allerdings verlässt mit Dr. Stephan Winklbauer (44) auch einer der langjährigen Partner die Kanzlei und macht sich unter Aringer Herbst Winklbauer selbstständig.

Martin Aringer, Roland Herbst, Stephan Winklbauer (v.l.)

Martin Aringer, Roland Herbst, Stephan Winklbauer (v.l.)

Winklbauer war seit 2009 bei Willheim Müller. Offiziell mit Anfang November verlässt er gemeinsam mit Roland Herbst (39) und dem Rechtsanwaltsanwärter Jakob Geyer (27) die Kanzlei. Alle drei schließen sich mit dem zuletzt als Einzelanwalt tätigen Martin Aringer (39) zusammen. Winklbauer ist vor allem auf IT-Recht spezialisiert und berät etwa IBM Österreich seit Jahren umfassend, daneben ist er auch im Liegenschaftsrecht erfahren.

Bevor er sich selbstständig machte, war sein Neupartner Aringer zwischen 2009 und 2013 Partner bei der auf Immobilientransaktionen und -finanzierungen spezialisierten Kanzlei Liebenwein.

Die neue Einheit Aringer Herbst Winklbauer hat ihre Schwerpunkte im Immobilien- und Gesellschaftsrecht/M&A sowie Dispute Resolution und IT/IP-Recht und wird beim Start acht Juristen zählen. Unter anderem stößt auch der bisherige Anwalt der Wiener Kanzlei Brand, Dr. Georg Tuppa (38), als weiterer Partner hinzu.

Neuer Fokus bei Willheim Müller

Michael Straub

Michael Straub

Praktisch zeitgleich mit Winklbauers Weggang verschiebt sich bei Willheim Müller der Fokus. Die Kanzlei hat sich seit ihrer Gründung 2006 über die Namenspartner vor allem in den Bereichen Kartellrecht und Dispute Resolution sowie Baurecht und in der Beratung vermögender Privatkunden einen Namen gemacht. Den Bereich Corporate/M&A begriff sie dagegen lange als Annexkompetenz. Für ihn stand in den vergangenen Jahren der Anwalt Gerhard Eichberger. Er wird die Kanzlei in absehbarer Zeit mit einem JUVE unbekannten Ziel verlassen.

Mit Straub erfährt das Rechtsgebiet eine deutliche Aufwertung. Der erfahrene Jurist wird bei Willheim Müller Equity-Partner. „Der anziehende M&A-Markt und unsere Auftragslage erfordern, dass wir unser Corporate-Team unter eine eigene Leitung stellen. Mit Dr. Michael Straub konnten wir einen versierten Transaktionsanwalt gewinnen, der neben seiner fachlichen Expertise auch wertvolle Erfahrung als Inhouse-Counsel mitbringt. Mit ihm werden wir die wachsende Praxisgruppe auf eigene Beine stellen“, kommentierte Gründungspartner Dr. Johannes Willheim den Schritt.

Straub war zuletzt Leiter der Rechtsabteilung der Leitgesellschaft der Vamed-Gruppe und parallel dazu in der gesamten Gruppe Hauptansprechpartner für Unternehmensakquisitionen und -verkäufe sowie für gesellschaftsrechtliche Umwandlungen. Vor seinem Wechsel auf die Unternehmensseite 2009 war er knapp ein Jahr als Anwalt bei Fellner Wratzfeld & Partner tätig sowie zwischen 2003 und 2008 als Rechtsanwalt beziehungsweise Konzipient im Wiener Büro von Baker & McKenzie. (Jörn Poppelbaum)

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