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14.03.2012

Ausbaufähig: Geringes Umsatzwachstum und rückläufiger UBT bei Buse

Buse Heberer Fromm hat im vergangenen Geschäftsjahr ein geringes Umsatzwachstum und sogar ein Minus beim Umsatz pro Berufsträger (UBT) vorgelegt. Der UBT-Rückgang ist jedoch mit 1,9 Prozent bei Weitem nicht mehr so deutlich wie im Vorjahr mit 6,1 Prozent.

Alexander Otto

Alexander Otto

Insgesamt hat Buse in Deutschland rund 36,2 Millionen Euro umgesetzt. Das sind 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon machen als stärkste Gebiete Corporate und M&A rund 20 Prozent aus. Es folgen Arbeitsrecht und Immobilien- und Baurecht mit rund 12 Prozent.

„Der Umsatzzuwachs für 2011 ist für uns im Ergebnis noch zu gering“, sagt Dr. Alexander Otto, Mitglied im Buse-Verwaltungsrat, zum gesunkenen UBT. „Aber die Mandantenstruktur und die Partnerschaft sind überaus stabil und haben uns sehr gut durch die Krisenzeit getragen.“ Inzwischen habe insbesondere das Transaktionsgeschäft wieder angezogen und werde sich in den Zahlen für 2012 bemerkbar machen.

Die Zahl der Berufsträger wuchs tatsächlich leicht: Während die Riege der Equity-Partner mit 42 Anwälten konstant blieb, stieg rein rechnerisch die Zahl der Salary-Partner und Associates um vier Berufsträger (Full Time Equivalents).

Für den UBT bedeutet das im Ergebnis einen leichten Rückgang. Der UBT sank um rund 5000 Euro auf 300.186 Euro. Zwar sind erfahrene Salary-Partner eingestiegen. Gleichzeitig ging aber auch eine Reihe von Associates zu Mandanten und wurde mit Berufseinsteigern ersetzt. Von denen könne zu Beginn nicht die gleiche Schlagkraft erwartet werden, erklärt Dr. Alexander Otto.

Buse bleibt mit diesen Zahlen hinter der Entwicklung vergleichbarer Kanzleien zurück. Ein Buse-Berufsträger setzt rund 30.000 Euro weniger um als die Anwälte bei FPS Fritze Wicke Seelig (mehr…) und rund 17.000 Euro weniger als die Kollegen bei SKW Schwarz (mehr…).

Die Kostenquote war mit 51 Prozent ebenso konstant wie die Equity-Partnerschaft, so dass auch der Gewinn pro Equity-Partner mit dem leicht gestiegenen Umsatz gewachsen ist. Rund 420.000 Euro verdiente ein Buse-Partner im vergangenen Jahr. (Tanja Podolski)

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