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10.01.2020

Kanzleitrennung: Kübler-Partner streiten sich vor Gericht

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat es vor der Trennung in der Insolvenzrechtskanzlei Kübler einen Rechtsstreit gegeben. Dabei standen sich die früheren Partner Dr. Bettina Breitenbücher einerseits sowie Dr. Bruno Kübler und Sebastian Laboga andererseits gegenüber. Bruno Kübler setzt nun mit einer neuen Kanzlei seine berufliche Tätigkeit fort. 

Bruno Kübler

Bruno Kübler

Laboga ist wie geplant zum Jahreswechsel mit seinem Team zu Pluta gewechselt. Auch Kübler setzt seine Pläne um und will mit seiner neuen Kanzlei Kübler Restrukturierung Insolvenzverwaltung Steuerberatung von den Standorten Dresden und Köln aus bundesweit tätig sein. Breitenbücher hat, wie bereits berichtet, überraschend ebenfalls eine neue Kanzlei gegründet.

Bettina Breitenbücher

Bettina Breitenbücher

Wie jetzt bekannt wurde, stritten sich die Parteien vor der endgültigen Trennung auch vor Gericht. Vor dem Landgericht Köln ging es darum, ob Breitenbücher durch einen Gesellschafterbeschluss Anfang 2018 als Gesellschafterin der damaligen Kanzlei ausgeschlossen werden konnte. Breitenbücher, die bis 2014 mit Kübler verheiratet war, hatte dagegen eine einstweilige Verfügung erwirkt. Vor diesem Hintergrund wird verständlicher, warum Breitenbücher von ihrer zunächst geplanten Übernahme der alten Kanzlei Kübler absah.

Sie bevollmächtigte die Kanzlei Haarmann & Körner aus Düsseldorf für ihre Klage am Landgericht. Partner Philipp Haarmann war vor der Gründung seiner eigenen Kanzlei Associate in der Insolvenzrechtskanzlei Prof. Dr. Pannen in Düsseldorf. Oppenhoff & Partner aus Köln berieten Kübler und Laboga auf der Gegenseite. Für Letzteren war zudem Heuking Kühn Lüer Wojtek aus Berlin mit dem marktbekannten Schiedsrechtspartner Dr. Karl-Josef Stöhr eingebunden.

Mit einem Urteil von Ende Dezember bekamen Bruno Kübler und Laboga von der 22. Zivilkammer unter dem Vorsitzenden Richter Theo Dahl Recht. Bis dahin hatte eine Einstweilige Verfügung verhindert, dass die Parteien über den Streit sprechen durften. Nun plant Breitenbücher, die kürzlich eine Kooperation mit Baker Tilly eingegangen ist, offenbar Berufung gegen das Urteil einzulegen. (Ludger Steckelbach)

Nachtrag vom 20. Januar 2020: Nach Aussage von Bruno Kübler hat Breitenbücher zum Zeitpunkt der Nachricht am 7. Januar 2020 nicht auf ihr Übernahmerecht verzichtet. Sie habe die Übernahme vielmehr erklärt, sie aber nicht ausüben können.

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