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14.03.2019

Düsseldorf: QBE Insurance holt neuen Leiter Schaden von DWF

Die Europatochter des australischen Versicherers QBE Insurance hat einen neuen Leiter Schaden in Deutschland. Der Gesellschafts- und Prozessrechtler Dr. Paul Lambertz (38) hat die Position zu Anfang März übernommen.

Paul Lambertz

Paul Lambertz

Lambertz führt für den Versicherer in Düsseldorf ein kleines Team, das demnächst vier Mitarbeiter zählen soll. Der Kontakt zu QBE entstand über ein längeres Secondment von seiner früheren Kanzlei DWF. QBE hat weltweit rund 12.000 Mitarbeiter und meldete für 2018 Prämieneinnahmen von 13,7 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 12 Milliarden Euro). Der Gewinn belief sich auf 715 Millionen US-Dollar (632 Millionen Euro). 

Für die britische Einheit DWF arbeitete Lambertz seit Herbst 2017 in Köln. Er gehörte unter anderem zu dem Team um Managing-Partner Michael Falter, das den Gesellschafterstreit bei der Kölsch-Brauerei Gaffel ausfocht. Vor seiner Zeit bei DWF war Lambertz unter anderem bei Beiten Burkhardt und Marccus Partners tätig. Seine Anwaltslaufbahn begonnen hatte er bei Friedrich Graf von Westphalen in Köln.

Über seine eigene Kanzlei ‚Recht im Sport‘ betreut der Anwalt nebenberuflich Sportler, Vereine und deren Sponsoren. Für den Fußball-Bundesligisten Hannover 96 schrieb er im Winter 2018/19 etwa ein gesellschaftsrechtliches Gutachten zur Frage, ob eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Vereins notwendig ist. Die Interessengemeinschaft Pro Verein 1896 hatte zuvor eine Initiative gestartet, den dreiköpfigen Aufsichtsrat des Vereins abzuwählen. Für die Unternehmen New Balance und Garmin arbeitete er zuletzt Sponsoringverträge aus.

Lambertz‘ Vorgängerin bei QBE, Dr. Gioia Speer, leitet seit März das deutsche Claims-Team des Versicherungsmaklers Marsh in Düsseldorf. Sie war seit 2011 bei QBE für den Bereich Schaden in Deutschland und Europa zuständig.

DWF vollzog am 11. März ihren Börsengang und ist nun in London gelistet. Für das Geschäftsjahr 2017/18 veröffentlichte sie einen weltweiten Umsatz von 236,5 Millionen britischen Pfund (umgerechnet 275,5 Millionen Euro). Davon entfielen 6,9 Millionen Pfund (8 Millionen Euro) auf Deutschland, wo die Kanzlei Ende Oktober 2018 57 Berufsträger zählte, davon 16 Partner. (Raphael Arnold)

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