Artikel drucken
11.06.2018

Private Equity: Neuer McDermott-Partner kommt von Noerr

Die Transaktionspraxis von McDermott Will & Emery hat erneut Zuwachs erhalten: Zum Juni schloss sich der M&A- und Private-Equity-Experte Dr. Tobias Koppmann (41) dem Münchner Büro an. Koppmann kam als Non-Equity-Partner und hatte in den vergangenen fünf Jahren als Assoziierter Partner bei Noerr gearbeitet. Er ist bereits der fünfte Quereinsteiger für McDermott in diesem Jahr.

Tobias Koppmann

Tobias Koppmann

Koppmann war zunächst acht Jahre lang für Skadden Arps Slate Meagher & Flom in München und Hongkong tätig, bevor er sich 2013 Noerr anschloss. Dort legte er seinen Schwerpunkt auf die Beratung von Leveraged Buy-Outs (LBOs), Management Buy-Outs (MBOs) sowie  Venture-Capital-Deals, daneben widmet er sich allgemeinen gesellschaftsrechtlichen Fragen.

2011 gehörte Koppman zu dem Skadden-Team, das den finnischen Stahlkonzern Outokumpu bei der Übernahme der Edelstahl-Sparte von ThyssenKrupp beriet.  Zuletzt war er regelmäßig im Team mit Dr. Georg Schneider zu sehen, beispielsweise als Noerr die DPE Deutsche Private Equity beim Kauf der Air Alliance-Gruppe beriet und auch, als der Cloud-Serviceanbieter Censhare eine Wachstumsfinanzierung durch die DuMont Mediengruppe erhielt. Zudem hatte Koppmann die Federführung, als Silverfleet Capital Ende  2017 die 7days-Gruppe erwarb. Den Kontakt zu dem britischen Beteiligungshaus, das hierzulande vor allem auf Latham & Watkins sowie Kirkland & Ellis setzt, hatte Koppmann schon zu Skadden-Zeiten geknüpft.

Bei McDermott trifft Koppmann auf  einen früheren Transaktionskollegen: Dr. Carsten Böhm wechselte schon 2010 von Skadden direkt dorthin. Insgesamt zählt die Kanzlei in Deutschland im Transaktionsgeschäft mittlerweile rund 55 Anwälte, allein in der Private-Equity-Praxis arbeiten 13 Partner. „Für viele Finanzinvestoren ist Deutschland der wichtigste Zielmarkt der kommenden Jahre in Europa,“ sagte Dr. Nikolaus von Jacobs, Leiter des Private-Equity-Teams von McDermott in Deutschland. Zuletzt hatte die US-Kanzlei auch ihre Corporate- und Life-Science-Praxen mit Quereinsteigern verstärkt.

Bei Noerr, die neben ihrer Arbeit für das Samwer-Imperium auch ein Standbein in der Fintech-Beratung aufbaut, verblieben in der Praxisgruppe Private Equity 15 Equity-Partner, 14 Salary-Partner und 22 Associates. (Sonja Behrens)

  • Teilen