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26.01.2017

Gewerblicher Rechtsschutz: Lubberger startet mit Baker-Partner in München

Lubberger Lehment eröffnet zum März ein drittes Büro: Mit dem Zugang des Münchner Marken- und Wettbewerbsrechtlers Dr. Benjamin Koch (45) expandiert die renommierte Berliner IP-Boutique nach Süddeutschland. Koch kommt aus der IP-Praxis von Baker & McKenzie, die damit erneut einen marktbekannten Salary-Partner verliert.

Benjamin Koch

Benjamin Koch

Koch kennt die meisten der Lubberger-Partner noch aus gemeinsamen Zeiten bei der Linklaters-Vorgängerkanzlei Oppenhoff & Rädler – für Dr. Andreas Lubberger hatte er bereits als Referendar gearbeitet, als dieser noch Partner bei Linklaters in Berlin war. Dort begann Koch dann auch 2002 seine anwaltliche Laufbahn. Intern wechselte er später ins Münchner Büro. Im Juli 2005 heuerte er als Legal Counsel in der renommierten Markenabteilung des Autobauers BMW an. 2009 wechselte Koch dann zu Baker, wo er im Sommer 2011 zum Local Partner ernannt wurde.

In seiner Zeit bei Baker wurde Koch vor allem für seine Tätigkeit in marken- und wettbewerbsrechtlichen Streitigkeiten immer bekannter. Zu seinen Mandanten gehört etwa die Champagnermarke Moët Hennessy. Daneben bildete aber auch die transaktionsbegleitende IP-Beratung einen deutlichen Schwerpunkt seiner Arbeit. Dabei betreute Koch nicht nur Transaktionen, in denen Baker den Corporate-Teil übernahm. Beim Verkauf etwa des Lampengeschäfts von Osram übernahm ein Team unter seiner Federführung den IP-Teil, während Latham & Watkins und Linklaters den M&A-Part übernahmen.

Schwerpunkt verlagert sich von München nach Frankfurt

Für Lubberger Lehment ist München der dritte Standort in Deutschland. Die 2004 gegründete Kanzlei, die vor allem für die Vertretung der Kosmetikindustrie und von Medienunternehmen bekannt ist, hatte im August 2013 eine eigene Niederlassung in Hamburg eröffnet, wo seither Namenspartner Cornelis Lehment arbeitet. Mit dem Zugang sind bei Lubberger wieder sechs Partner und neun Associates tätig. Erst zum Januar war der Berliner Partner Dr. Ulrich Hildebrandt zu SKW Schwarz gewechselt.

Nach dem Weggang verbleiben drei Equity-Partner und zehn Associates in der Soft-IP-Praxis von Baker, die neben den Marken- auch die Medien- und Urheberrechtler umfasst. In München sind weiterhin vier Associates, der Schwerpunkt der marken- und wettbewerbsrechtlichen Praxis dürfte nun jedoch in Frankfurt liegen, wo die beiden Equity-Partner Dr. Michael Fammler und Dr. Rembert Niebel mit ihren Teams arbeiten. Neben München hatte die Praxis in den Jahren zuvor auch Local Partner in Berlin und Düsseldorf angesiedelt, die jedoch ebenfalls die Kanzlei verlassen haben. Im  vergangenen Jahr hatte Baker mit einer Equity-Partner-Ernennung zwar ihre Ambitionen im Patentrecht unterstrichen, im Marken- und Wettbewerbsrecht gab es jedoch seit 2005 keine Erweiterung auf Equity-Partnerseite mehr. (Christine Albert)

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