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11.03.2016

Kartellrecht: Hausfeld holt Quereinsteiger von Jones Day

Die US-Kanzlei Hausfeld verstärkt ihr junges Berliner Büro zum April mit einem weiteren Kartellrechtler. Aus dem Düsseldorfer Büro von Jones Day wechselt Dr. Alex Petrasincu (37), er steigt als Counsel ein. 

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Alex Petrasincu

Petrasincu begann seine Karriere 2010 bei Cleary Gottlieb Steen & Hamilton. Erst Ende 2014 wechselte er als Associate zu Jones Day. Seit Anfang des Jahres ist er dort European Counsel, bei Jones Day eine Vorstufe zur Partnerschaft. Auch bei Hausfeld wird er Counsel.

Er stößt dort auf ein inzwischen vierköpfiges Team um Managing-Partner Dr. Christopher Rother. Der frühere Chefkartellrechtler der Deutschen Bahn hatte zum Jahresanfang für Hausfeld deren erstes deutsches Büro eröffnet. Als Salary-Partner stieg ebenfalls im Januar Dr. Thomas Höppner ein, zuvor Senior Associate bei Greenberg Traurig. Hinzu kommen zwei Associates, die von Greenberg Traurig und Raue zu Hausfeld wechselten.

Hausfeld ist auf komplexe Verfahren spezialisiert und baut vor allem das Geschäft mit Kartellschadensersatzklagen in Europa seit Längerem aus. In dieses Profil passte Rother, der auf Unternehmensebene als einer der Pioniere bei der Durchsetzung von Kartellschadensersatz gilt. Die Bahn baute unter seiner Leitung als erstes deutsches Unternehmen eine eigene Abteilung dafür auf, die inzwischen viele Millionen Euro erstritten hat.

Auch Petrasincu ist auf Kartellschadensersatz spezialisiert – näherte sich dem Thema bei Cleary allerdings zunächst von der Verteidigerseite. So gehörte er zu einem Team, das einen Aufzughersteller gegen zahlreiche Schadensersatzklagen geprellter Kunden vertrat. Petrasincu gilt zudem als Experte für die EU-Richtlinie zum Kartellschadensersatz. Diese müssen die Mitgliedsstaaten bis Ende des Jahres umsetzen. Geschädigte sollen damit besser Kompensation für ihre Schäden erstreiten können, was wiederum für Klägerkanzleien wie Hausfeld interessant ist. 

Die deutsche Kartellrechtspraxis von Jones Day verteilt sich auf die Standorte Frankfurt, Düsseldorf und Brüssel. Sie wurde zuletzt deutlich ausgebaut und umfasst nun fünf Partner. Unter anderem wechselte Anfang 2015 der Wiener Kartellrechts- und Schiedsverfahrensspezialist Dr. Johannes Willheim als Partner ins Frankfurter Büro, in Brüssel kam im vergangenen Mai der Kartell- und Beihilferechtler Philipp Werner von McDermott Will & Emery hinzu. (Marc Chmielewski)

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