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05.03.2015

Arbeitsrecht: Clifford-Partnerin schließt sich Schweibert Leßmann an

Die langjährige Clifford Chance-Arbeitsrechtspartnerin Nicole Engesser Means (53) wechselt zum Mai zu Schweibert Leßmann & Partner. Für den 2012 gegründeten Spin-off der ehemaligen Frankfurter Arbeitsrechtspraxis von Freshfields Bruckhaus Deringer ist das der erste Partnerzugang.

Nicole Engesser Means

Nicole Engesser Means

Mit Engesser Means wechseln auch ihre langjährigen Associates Priscilla Ries (35), die als Counsel bei Schweibert anfängt, und Elif Hoffmann-Remy (31).

Damit verzeichnet Clifford nach den Corporate-Partnern Oliver Felsenstein und Burc Hesse (zu Latham & Watkins) sowie den Düsseldorfer Energierechtlern Dr. Peter Rosin und Thomas Burmeister (zu White & Case) innerhalb kurzer Zeit weitere erfahrene Abgänge. JUVE-Informationen zufolge hat der Wechsel von Engesser Means nichts mit der derzeitigen strategischen Verkleinerung der Clifford-Partnerschaft zu tun. Soweit bekannt gab es schon seit längerer Zeit eine Vereinbarung zwischen Engesser Means und Clifford, zum 30. April auszuscheiden, um sich einer spezialisierten Arbeitsrechtsboutique anzuschließen.

„Wir hätten sie gerne in unserem Team behalten. So ist ihr Ausscheiden Teil eines ohnehin vorgesehenen und nun leicht vorgezogenen Generationenwechsels in Deutschland“, sagte Thomas Hey, der im vergangenen Jahr die Leitung der Arbeistrechtspraxis überniommen hatte. Neben ihm verbleibt nun nur noch ein deutscher Equity-Partner im Arbeitsrecht. In Frankfurt werden nach dem Wechsel des Engesser Means-Teams ein Salary-Partner und sechs Associates im Bereich Arbeitsrecht tätig sein. 

Gemeinsame Freshfields-Vergangenheit

Engesser Means und die beiden Gründungspartner ihrer neuen Kanzlei, Dr. Ulrike Schweibert und Dr. Jochen Leßmann, kennen sich bereits aus gemeinsamen Zeiten bei der Freshfields-Vorgängerin Bruckhaus. Dort hatte Engesser Means ihre Karriere 1991 begonnen. 1996 war sie zu Clifford gewechselt, 1998 wurde sie dort Partnerin. Mit ihr verliert Clifford die erfahrenste Arbeitsrechtlerin.

Zu einem der Schwerpunkte von Engesser Means entwickelte sich infolge der Finanzkrise die Beratung und Anpassung von Vergütungsstrukturen an neue regulatorische Anforderungen im Bank- und Finanzsektor, meist im internationalen Kontext, zum Beispiel für die Citibank. Zudem beriet sie regelmäßig im Zusammenhang mit Internal Investigations.

„Schweibert Leßmann hat gezeigt, dass ihr Konzept aufgeht, Großkanzleiqualität und partnerbezogene Beratung zu einer ganz anderen Preisstruktur anzubieten“, sagte Engesser Means. „In Großkanzleien ist es auf die Dauer schwierig bei arbeitsrechtlichem Standalone-Geschäft die entsprechenden Stundensätze aufzurufen.“

Mit den Zugängen von Clifford wächst Schweibert Leßmann auf zehn Berufsträger, davon fünf Partner, ein Counsel und vier Associates. (Geertje de Sousa)

 

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