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12.11.2014

Düsseldorf: Neuer Litigation-Partner für Jones Day kommt von Beiten

Jones Day baut ihre Prozess- und Schiedspraxis zum Jahresbeginn 2015 in Düsseldorf mit einem Partner aus. Von Beiten Burkhardt wechselt Dr. Denis Gebhardt zu der US-Kanzlei. Der 44-Jährige war dort seit 2008 Salary-Partner.

Denis Gebhardt

Denis Gebhardt

Mit dem neuen Partner gewinnt Jones Day einen bei internationalen Streitigkeiten erfahrenen Anwalt hinzu. Der auch als US-Anwalt qualifizierte Gebhardt begann seine berufliche Laufbahn 2000 bei Hölters & Elsing (heute Orrick Herrington & Sutcliffe). Im Team des anerkannten Gesellschaftsrechts- und Schiedsexperten Prof. Dr. Siegfried Elsing beschäftigte er sich vor allem mit aktienrechtlichen Streitigkeiten und Schiedsverfahren. Die Kanzlei ernannte Gebhardt 2007 zum Salary-Partner. Im Sommer 2008 wechselte er dann ins Beiten-Büro nach Düsseldorf, um dort eine Prozess- und Schiedspraxis aufzubauen. Beiten hatte im März 2007 ihr Kölner Büro aufgelöst und einen Großteil der Anwälte rheinabwärts angesiedelt.

Jones Day ist seit Februar 2012 mit einem Büro in Düsseldorf präsent und dank interner Wechsler und Quereinsteiger auf knapp 20 Berufsträger angewachsen. Gebhardt ergänzt es mit seiner inhaltlich breiten Aufstellung, die gesellschafts- und vetriebsrechtliche Prozesse, Produkthaftungsrecht insbesondere im Automotivebereich und Schiedsverfahren beinhaltet.

In ihrem US-Heimatmarkt gilt Jones Day als eine der führenden Prozesspraxen. Hierzulande agiert ihrer Litigation-Praxis eher wenig visibel und arbeitet in grenzüberschreitenden Streitigkeiten mit den Standorten Paris und Moskau zusammen. Das kleine Team wird in Deutschland von dem Frankfurter Partner Dieter Strubenhoff geleitet, der 2010 von Hogan Lovells hinzukam. Der im Markt anerkannte Litigation-Partner Thomas Mahlich ist mittlerweile neben Düsseldorf vor allem an den saudi-arabischen Standorten der Kanzlei tätig.

Mit dem Weggang von Gebhardt verliert Beiten den einzigen Salary-Partner ihrer Konfliktlösungspraxis in Düsseldorf. Jedoch hat die Kanzlei dort erfahrene Gesellschaftsrechtler wie etwa den Partner Dr. Knut Schulte in ihren Reihen, die viele Streitigkeiten selbst führen. Man bedauere den Weggang von Gebhardt, äußerte sich ein Sprecher der Kanzlei, plane jedoch zeitnah in Düsseldorf mit Quereinsteigern in der Prozess- und Schiedspraxis zu wachsen. Bundesweit arbeiten im Fachbereich Prozessführung & Konfliktlösung über 20 Anwälte, darunter 2 Equity- und 7 Salary-Partner. (Marcus Jung)

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