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02.04.2009

Bonn: Deutsche Post ordnet die Rechtsabteilung neu

Zum Monatsanfang hat die Deutsche Post die Rechtsabteilungen von DHL und Deutsche Post zusammengelegt. Die Leitung des gesamten Rechtsteams hat Geoffrey Cruikshanks (54), bislang General Counsel von DHL, übernommen. Die bisherige Leiterin der Post-Rechtsabteilung Dr. Sylvia Hambloch-Gesinn hat den Konzern nach einem längeren Sabbatical auf eigenen Wunsch verlassen. Der aus Wales stammende Cruikshanks ist bereits seit 1982 bei DHL tätig, zuletzt in Brüssel. Die Post hatte DHL im Jahr 2001 übernommen.

Der Post-Konzern bringt damit im Ressort von Finanzvorstand John Allan zwei sehr unterschiedliche Rechtsabteilungsstrukturen zusammen: Während die Bonner Juristen in der Postzentrale bislang im Wesentlichen als Stabsstelle agierten, war die DHL-Abteilung ganz auf das internationale Geschäft zugeschnitten und auf zahlreiche Länder verstreut. Nicht zuletzt deshalb war das DHL-Team auch erheblich größer als das Post-Team, das gut 50 Juristen umfasst.

Ein Sprecher der Post sagte, das Unternehmen habe den Umstand, dass einer von zwei gleichgeordneten General Counsels ausscheidet, genutzt, um die Aufstellung der Abteilung insgesamt zu ändern. Die Regionalisierung wurde dabei weitgehend aufgegeben. Stattdessen bildetet das Unternehmen Fachteams.

So übernimmt der bisherige Leiter der deutschen IP- und Wettbewerbspraxis Dr. Georg Gansen die Verantwortung für das internationale Team für diesen Bereich. Dr. Klaus-Peter Weber, bislang Leiter Corporate und M&A bei der Post, führt die Gruppe Corporate and Finance, Katrin Asher aus der Bonner Abteilung leitet das Team für Deutschland und die weltweite IT-Legal-Services-Gruppe wird von Lilian Bernhardt angeführt. Hinzu kommen die Abteilungen Versicherungen und Risikomanagement, geleitet von Hugh O’Neill, sowie Aviation unter Ian Curtis.

Lucia Kotlarek, Leiterin der Abteilung Corporate Bodies & Corporate Law, wechselt
mit ihrem Team zum Vorstandsvorsitzenden und berichtet als Leiterin Corporate Legal direkt an Dr. Frank Appel.

Soweit bekannt, geht mit dem Umbau keine Verkleinerung der Rechtsabteilung einher. Es ginge, so hieß es aus dem Konzern, vor allem um eine höhere Effizienz und einen klareren Zuschnitt der Zuständigkeiten. Die Zusammenlegung betrifft lediglich die Rechtsabteilung und erstreckt sich nicht auf andere Zentralfunktionen. (Astrid Jatzkowski)

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