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30.04.2021

Elektronik-IPO: Katek geht mit Pinsent an die Börse

Am 4. Mai könnten beim Elektronikunternehmen Katek die Korken knallen. Mit der Erstnotiz im regulierten Markt an der Frankfurter Börse plant das Unternehmen ein Platzierungsvolumen inklusive der Mehrzuteilungs-Option von rund 91 Millionen Euro. Der Ausgabepreis der Aktien liegt bei 23 Euro und damit im mittleren Bereich der zuvor ausgegebenen Spanne von 21 bis 26 Euro. 

Alexander Thomas

Alexander Thomas

Das geplante Angebot besteht aus gut 3,4 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung sowie einer Mehrzuteilung (Greenshoe-Option) von 515.000 Aktien aus dem Bestand der Hauptaktionäre. Das Geld soll in Wachstum investiert werden. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser agierte als Sole Global Coordinator und zusammen mit M.M.Warburg & Co. als Joint Bookrunners für den Börsengang.

Die Katek-Gruppe gehörte früher zum Konzern Kathrein, der sie 2018 an die Münchner Beteiligungsholding Primepulse veräußerte. Katek bietet Software- und Hardware-Entwicklung, Prototyping sowie Fertigung von Elektronik an. Die Produkte werden in der Elektromobilität, bei alternativen Energien sowie in der Medizintechnik verwendet. 2020 setzten rund 2.600 Beschäftigte 414 Millionen Euro um.

Berater Katek und Banken
Pinsent Masons (München): Dr. Alexander Thomas (Federführung), Dr. Susanne Lenz; Associates: Dušan Stojković, Sara Šepac (alle Kapitalmarktrecht; alle Frankfurt)
Heuking Kühn Lüer Wojtek (München): Boris Dürr (Federführung; Corporate/M&A), Peter Schäffler (Steuerrecht), Astrid Wellhöner (Arbeitsrecht), Dr. Mirko Sickinger (Kapitalmarktrecht; Köln); Associates: Christian Schild, Dr. Christoph Küster (beide Corporate /M&A)
Ebner Stolz (Stuttgart): Alexander Euchner (Federführung), Dr. Tobias Weiss,Timo Wagner (alle Steuern)

Berater Primepulse
Inhouse Recht (München): Sebastian von Wrede (Head of Legal & Compliance)

Hintergrund: Pinsent Masons hat als Transaction Counsel sowohl die Emittentin als auch Hauck & Aufhäuser beim IPO beraten. Die Kanzlei erstellte insbesondere den IPO-Prospekt und begleitete das Prospektbilligungsverfahren. Das Mandat kam über einen persönlichen Kontakt des Münchner Pinsent Masons-Partners Thomas zu einem der Katek-Gesellschafter zustande.

Aufseiten der Beteiligungsgesellschaft Primepulse kümmerte sich nach JUVE-Informationen Chefjurist von Wrede um die rechtliche Vorbereitung des Börsengangs. 

Im M&A-Geschäft setzen Primepulse und Katek regelmäßig auf ein Team von Heuking Kühn Lüer Wojtek rund um den Münchner Partner Dürr. Mit Heuking erwarben sie beispielsweise 2019 die bebro electronic-Gruppe und den E-Mobility-Dienstleister eSystems MTG. Zudem kauften sie für den Kernbereich Elektronikdienstleistung ein Jahr später noch Teile des Leipziger Unternehmens Leesys, das sich im Eigenverwaltungsverfahren befand. Im Vorfeld des IPO wurde Heuking von der Katek SE laut Marktinformationen auch für gesellschaftsrechtliche Fragestellungen eingebunden. (Claudia Otto, Sonja Behrens)

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