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27.08.2019

Wohnungen für 500 Millionen Euro: ZBI kauft mit Pöllath bei Deutsche Wohnen ein

Der Berliner Immobilienkonzern Deutsche Wohnen nimmt durch den Verkauf von über 6.000 Wohneinheiten rund 500 Millionen Euro netto ein. Käuferin ist die ZBI-Gruppe aus Erlangen. Deutsche Wohnen finanziert damit Zukäufe in Metropolen.

Matthias Durst

Matthias Durst

Insgesamt geht es bei dem aktuellen Verkauf um 6.350 Wohnungen vor allem in Kiel, Lübeck, Erfurt und Chemnitz. Mit dem Erlös solle vornehmlich der Kauf von knapp 3.000 Wohneinheiten in westdeutschen Metropolregionen finanziert werden, teilte das Unternehmen mit. Hier dürfte es sich vermutlich um die Immobilien in den Ballungszentren in Hessen und Nordrhein-Westfalen handeln, die Deutsche Wohnen im März von dem schwedischen Wohnungskonzern Akelius kaufte. Das Transaktionsvolumen dafür lag bei 685 Millionen Euro.

ZBI hatte in der letzten Zeit regelmäßig investiert. Anfang des Jahres kaufte das Immobilien-Unternehmen etwa 16.000 Wohneinheiten von der BGP Gruppe.

Trotz der aktuellen Diskussion um Beschränkungen des Mietmarktes bis hin zu Enteignungen zeigte sich Deutsche Wohnen zuversichtlich für die weitere Entwicklung. Man sei „aufgrund der positiven Fundamentaldaten davon überzeugt, dass die Metropolregionen in Deutschland, vor allem Berlin, weiterhin an Attraktivität und Wert gewinnen werden“, hieß es in der Mitteilung weiter. Erst am Wochenende hatte sich die die Bundesregierung tragende Koalition auf eine Verschärfung beim Mietrecht geeinigt.

Berater ZBI
P+P Pöllath + Partners (Berlin): Dr. Matthias Durst, Timo Winkelmann, Dr. Matthias Werner (alle Immobilienrecht), Dr. Hardy Fischer (Steuern), Dr. Sebastian Käpplinger (Bank- und Finanzrecht), Daniel Wiedmann (Kartellrecht; beide Frankfurt); Associates: Dr. Puya Rezai Hariri, Franziska Albrecht (beide Immobilienrecht), Dr. David Hötzel (Steuern)
Kliemt (Berlin): Martin Wörle (Federführung); Associate: Julia Wittig (beide Arbeitsrecht)
Kennedy Van der Laan (Amsterdam): Floor Veltman; Associate: Frederiek Maessen (beide M&A) – aus dem Markt bekannt

Anneke Flatow

Anneke Flatow

Berater Deutsche Wohnen
Inhouse Recht (Berlin): Dirk Sonnberg (General Counsel), Florian Berkholz, Dr. Martin Thürling
Lindenpartners (Berlin): Dr. Anneke Flatow (Federführung; Immobilienrecht), Dr. Frank Eggers (Gesellschaftsrecht), Thomas Wisniewski (Steuern)

Hintergrund: Die Mandatsbeziehung zwischen Pöllath und ZBI ist eingespielt – die Kanzlei berät das Immobilienunternehmen seit zehn Jahren regelmäßig. ZBI investierte erst vor einigen Monaten in Milliardenhöhe und übernahm zusammen mit Union Investment die BGP Gruppe mit 16.000 Wohneinheiten.

Auch Lindenpartners und Deutsche Wohnen kennen sich bereits: Die Wohnungsgesellschaft setzte vergangenes Jahr beim Kauf eines Immobilienportfolios in Sachsen-Anhalt das erste Mal auf Lindenpartners.

Deutsche Wohnen zieht immer wieder unterschiedliche Berater hinzu: Erstmals war im März dieses Jahres Greenberg Traurig mandatiert, als die Gesellschaft 3.000 Immobilien von Akelius kaufte. Die Kanzlei berät Deutsche Wohnung regelmäßig zu digitalen Fragen. Auch Squire Patton Boggs und K&L Gates waren schon bei Transaktionen mandatiert. (Helena Hauser; mit Material von dpa)

 
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