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06.06.2019

Wieder Keramikgeschäft: Japanische Kyocera greift nochmal mit Arqis zu

Der belgische Baustoffkonzern Aliaxis hat seine Keramiksparte verkauft. Käuferin war Kyocera Fineceramics, eine deutsche Tochter des japanischen Kunsstoffherstellers Kyocera Corporation. Die zuständigen Aufsichtsbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

Shigeo Yamaguchi

Shigeo Yamaguchi

Aliaxis verkaufte genaugenommen zwei Firmen: den Hochleistungskeramikhersteller Frialit-Degussit sowie die Tochter Fridurit, die auf Labortechnik spezialisiert ist. Sie waren unter dem Dach der Mannheimer Tochter Firatec angesiedelt, die sich im vergangenen Jahr von einer AG in eine GmbH wandelte und zu der früher auch die Division Rheinhütte Pumpen gehörte. Diese wurde schon 2016 abgespalten und von Aliaxis jüngst für rund 81 Millionen Euro an den US-Konzern ITT verkauft. 

Ausbau der Europapräsenz

Für den japanischen Technologiekonzern Kyocera ist das nicht der erste Zukauf hierzulande. Anfang des Jahres erwarb er schon H.C. Starck Ceramics, eine Produktions- und Vertriebsgesellschaft für Hochleistungskeramik aus dem H.C. Starck-Konglomerat. Eine andere Sparte des Kyocera-Konzerns hat sich im vergangenen Jahr das Kölner Unternehmen Alos gesichert, das sich auf Dokumentenmanagement fokussiert.

Otto von Gruben

Otto von Gruben

Berater Kyocera
Arqis: Dr. Shigeo Yamaguchi (Düsseldorf), Dr. Meiko Dillmann (München; beide Federführung), Eberhard Hafermalz (alle Corporate/M&A), Dr. Andrea Panzer-Heemeier (Arbeitsrecht), Dr. Ulrich Lienhard (Immobilienrecht), Marcus Nothhelfer (IP & Commercial), Dimitrios Christopoulos (Commercial), Dr. Deniz Günal (Corporate/M&A), Dr. Eva Trost (Arbeitsrecht), Dr. Philipp Maier (IP & Handelsrecht); Associates: Dr. Florian Kotman (Corporate/M&A), Jennifer Huschauer (Immobilienrecht), Jennifer Sauder (Handelsrecht), Berenike Gottwald (Arbeitsrecht)
Held Jaguttis (Köln): Dr. Simeon Held, Dr. Malte Jaguttis, Bernard Altpeter (alle Öffentliches Wirtschaftsrecht)
Reysen (Frankfurt): Evelyn Niitväli (Kartellrecht)

Berater Aliaxis 
Latham & Watkins (Hamburg): Dr. Stefan Widder (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Tobias Klass (Steuerrecht), Dr. Jörn Kassow (Öffentliches Recht), Panu Siemer (Immobilienrecht), Dr. Jana Dammann de Chapto (Kartellrecht), Thies Deike (IP/IT; Frankfurt); Associates: Otto von Gruben (ebenfalls Federführung), Dr. Malte Ingwersen, Henrietta Ditzen, Jacob Ahme (alle Corporate/M&A), Verena Seevers (Steuerrecht), Dr. Wolf-Tassilo Böhm (Datenschutz; Frankfurt), Annika Juds (Arbeitsrecht; München)

Hintergrund: Latham-Partner Widder pflegt schon eine langjährige Mandatsbeziehung zu dem belgischen Unternehmen Aliaxis, das weltweit rund 14.000 Mitarbeiter zählt. Er hatte mit seinem Team auch den Abverkauf der Rheinhütte Pumpen in diesem Frühjahr ausgehandelt. Dieses Mal teilte er sich die Federführung mit dem Associate von Gruben. Für das Financial/Tax Fact Book war dem Vernehmen nach EY zuständig.

Arqis unterstützte ihre Mandantin Kyocera zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten: Ihr Düsseldorfer Partner Yamaguchi hatte gemeinsam mit der Münchner Anwältin Dillmann auch den Erwerb der H.C. Starck-Sparte gesteuert.

Auch die gemeinsame Transaktionsberatung mit den Boutiquen Held Jaguttis (Öffentliches Recht) und der unter RCAA firmierenden Einheit Reysen (Fusionskontrolle) ist schon eingespielt. Die Kanzleien wurden von Arqis auch eingebunden, als noch weitere japanische Unternehmen H.C. Stark-Sparten ankauften.

Die steuerrechtlichen Themen in der aktuellen Transaktion hat Deloitte für Kyocera geregelt, die den Konzern schon langjährig begleitet. Auch der Rechtsarm Deloitte Legal kommt regelmäßig für den japanischen Kunstoffhersteller zum Einsatz. So beriet beispielsweise Michael von Rüden, Leiter der Service Line M&A, die Kyocera Document Solutions 2018 beim Ankauf der deutschen Alos GmbH sowie der schweizerischen Alos Solutions AG. Er bezog dabei Thomas Welz und Olga Metcher (M&A Tax) sowie Stefan Götzen und Volker Pfleger (beide Transaction Services) ein. (Sonja Behrens)

 

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