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04.06.2019

Börsengang: VW-Tochter Traton strebt mit Linklaters und Clifford aufs Parkett

Volkswagen hält trotz der herrschenden Unsicherheit an den Finanzmärkten am Börsengang seiner Lkw-Sparte Traton fest. Es werde eine Notierung in Frankfurt und in Stockholm vorbereitet, teilte das Unternehmen mit. Der Börsengang solle vorbehaltlich der Marktbedingungen vor der Sommerpause abgeschlossen sein.

Ralph Wollburg

Ralph Wollburg

Die Aktien kommen demnach aus dem Bestand von Volkswagen, es soll keine Kapitalerhöhung geben. Der Konzern will auch nach dem Börsengang die Mehrheit an Traton halten. Volkswagen hatte die IPO-Pläne erst im März auf Eis gelegt, weil die Bedingungen an den Märkten nicht stimmten. Mitte Mai hatte das Unternehmen dann mitgeteilt, dass der Börsengang grundsätzlich durchgeführt werden soll und vor der Sommerpause 2019 angestrebt wird.

Voraussichtlich wird der IPO ein öffentliches Angebot in Deutschland und Schweden sowie Privatplatzierungen in einigen anderen Jurisdiktionen umfassen. In den USA sollen die Aktien nur institutionellen Käufern angeboten werden.

Wieviele Anteile VW an die Börse bringen will, steht noch nicht fest. Die Spekulationen bewegen sich zwischen 15 und 25 Prozent und damit einem möglichen Erlös zwischen zwei und sechs Milliarden Dollar. Begleitet wird der IPO von einem internationale Bankenkosortium unter Führung der Citigroup, Deutsche Bank, Goldman Sachs und JPMorgan.

Traton besteht aus den VW-Töchtern MAN und Scania sowie der brasilianischen Nutzfahrzeugtochter VWCO. Der Verbund beschäftigt rund 81.000 Mitarbeiter an 29 Produktions- und Montagestandorten in 17 Ländern. 2018 erzielte Traton 25,9 Milliarden Euro Umsatz, etwas mehr als im Vorjahr.

Manfred Döss

Manfred Döss

Berater Volkswagen
Inhouse Recht: Dr. Manfred Döss (General Counsel), Dr. Marcus Hellmann (beide Wolfsburg)
Linklaters (Düsseldorf, Frankfurt): Dr. Ralph Wollburg, Achim Kirchfeld, Dr. Marco G. Carbonare (alle Federführung; alle Corporate), Dr. Timon Grau (Arbeitsrecht), Oliver Rosenberg (Steuerrecht), Dr. Julia Schönbohm (IP), Christoph Barth (Kartellrecht), Dr. Alexander Schlee (Kapitalmarktrecht), Dr. Neil Weiand (Bank- und Finanzrecht), Carsten Rauch, Ulli Janssen (beide Corporate), Kevin Roy (US Counsel), Dr. Urs Lewens (Bank- und Finanzrecht), Kirstin Placke (Steuerrecht), Fredrik Lindqvist (Corporate; Stockholm); Associates: Dr. Andreas Zenner, Dr. Christoph Rieckmann, Alina Kaufmann, Marco Huchzermeier, Alina Kelter, Annika Bilics (alle Corporate), Franziska Albers-Schoenberg, John Hunt (alle US-Recht), Dr. Patrick Flockenhaus, Thomas Seidensticker, Hermann Rasche (alle Arbeitsrecht), Sebastian Plötz (Kartellrecht), Lisa Katharina Bauer (IP), Daniel Drissen (Steuerrecht), Tosan Kraneis (Kapitalmarktrecht), Nima Naderi, Taymaz Afsari (beide Corporate), Sophia Astberg (alle Corporate), Axel Svedberg (Finanzierung; alle Stockholm)

Berater VW Aufsichtsrat
Gleiss Lutz
(Stuttgart): Prof. Dr. Michael Arnold, Dr. Adrian Bingel (beide Federführung; beide Corporate), Dr. Christian Arnold (Arbeitsrecht), Dr. Hoimar von Ditfurth (Frankfurt), Dr. Matthias Gärtner (Düsseldorf); Associates: Jan-David Geiger, Dr. Johannes Weigel (beide Stuttgart; alle Corporate), Jan-Rasmus Roßkamp, Dr. Walter Andert (beide Kapitalmarktrecht; beide Frankfurt), Dr. Julia Herzberg (Düsseldorf), Dr. Ricarda Zeh, Dr. Sybille Romero, Anna Gralla (alle Arbeitsrecht; alle Stuttgart)

Berater Traton
Inhouse Recht (München): Dr. Klaus Schartel (General Counsel), Katharina Scheint, Alexander Buschmann, Cordula Lange
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Rick van Aerssen, Dr. Kai Hasselbach, Dr. Sabrina Kulenkamp (alle Corporate/Kapitalmarktrecht), Simone Bono (Corporate/Finanzierung; London), Judit Gajdics (Corporate/Kapitalmarktrecht; München); Associates: Siegfried Büttner (Finanzierung), Dr. Velina Ziegler, Esther Hackl, Kyle Miller, Kai Jungbluth, Mauritz Mann, Jan Reiter, Moritz von Nathusius, David Rauch (beide München; alle Corporate/Kapitalmarktrecht), Jonathan Monz, Anja Mehrtens (beide Düsseldorf), Patrick Wendler (Hamburg; alle Arbeitsrecht), Anja Temmert (IP; Düsseldorf)

Berater Bankenkonsortium
Clifford Chance (Frankfurt): Dr. George Hacket (Federführung), Philipp Klöckner (beide Kapitalmarktrecht), Dr. Markus Stephanblome (Corporate/M&A), Olaf Mertgen (Steuerrecht); Associates: Dr. Nadine Fell (Corporate/M&A), David Santoro, Andrei Manea (beide Kapitalmarktrecht) – aus dem Markt bekannt

George Hacket

George Hacket

Hintergrund: Linklaters ist eine altbekannte Beraterin für Volkswagen. Der Kontakt besteht schon seit vielen Jahren über unterschiedliche Kanäle. Im Herbst hatte das aktuelle Linklaters-Team Traton schon fit gemacht für den Börsengang. Es beriet Volkswagen beim Umwandlungsprozess ihrer Nutzfahrzeugtochter von der GmbH über eine AG hin zur SE. Hier ist das Team für die Börsenvorbereitungen zuständig: Traton wäre soweit bekannt das erste deutsche Unternehmen mit einer Zweitnotierung an der Nasdaq Stockholm.

Freshfields, ebenfalls mit VW eng verbunden, beriet Traton schon bei den gesellschaftsrechtlichen Umwandlungen. Kulenkamp ist seit Mai frisch gebackene Partnerin in der Corporate-Praxis.

Rick van Aerssen

Rick van Aerssen

In einer ungewöhnlicheren Rolle befindet sich diesmal Clifford Chance-Partner Hacket. Auch Clifford ist als Stammberaterin des Konzerns bekannt. Hacket berät die Wolfsburger normalerweise in allen wichtigen kapitalmarktrechtlichen Belangen, beispielsweise auch bei der Rekordanleihe des Autobauers über 12,5 Milliarden Euro im vergangenen Herbst. Nun fällt ihm und seinem Team die Beratung des Bankenkonsortiums zu. Soweit bekannt, gab es für dieses Mandat einen Pitch.

Gleiss Lutz beriet VW zur IPO-Vorbereitung bei der Neugestaltung des Vorstandsvergütungssystems und der Vorstandsverträge von Traton. Die Kanzlei knüpft damit an die prominente Rolle an, die ein umfangreiches Team um Co-Managing-Partner Prof. Dr. Michael Arnold aufseiten des VW-Aufsichtsrats bei der Bewältigung des Dieselskandals spielt. (Christiane Schiffer, mit Material von dpa)

Wir haben den Artikel am 05. Juni 2019 ergänzt.

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