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08.08.2018

Hybridbond: Volkswagen platziert mit Clifford Chance 2,75 Milliarden Euro

Die Volkswagen AG und ihre Schwestergesellschaft Volkswagen International Finance N.V. haben zwei Hybridanleihen mit unbegrenzter Laufzeit und einem Gesamtvolumen von 2,75 Milliarden Euro begeben. Die Scheine sind am regulierten Markt der Luxemburger Börse notiert.

George Hacket

George Hacket

Die erste Tranche über 1,25 Milliarden Euro mit einer Verzinsung von 3,375 Prozent ist erstmals im Juni 2024 und danach alle sechs Jahre kündbar. Die zweite Tranche über 1,5 Milliarden Euro ist mit 4,625 Prozent verzinst. Sie ist erstmals im Juni 2028 und danach alle zehn Jahre kündbar.

Gemeinsam führende Konsortialbanken waren Barclays, BNP Paribas, Bank of America Merrill Lynch International und UniCredit. Laut Angaben der Banken war die Emission mehrfach überzeichnet, sodass am Ende Order über acht Milliarden Euro in den Büchern standen. Die Erlöse sollen für die Ablösung einer 2013 begebenen Hybridanleihe sowie für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden.

Berater Volkswagen
Clifford Chance (Frankfurt): Dr. George Hacket (Federführung), Sebastian Maerker, Jurgen van der Meer (Amsterdam), Barbora Moring (alle Kapitalmarktrecht), Olaf Mertgen, François-Xavier Dujardin (Luxemburg; beide Steuern); Associates: Andrei Manea, Bauke de Vries, Moussa Louizi (letztere beide Amsterdam, alle Kapitalmarktrecht)
Inhouse Recht (Frankfurt): Volker Schiffers

Peter Waltz

Peter Waltz

Berater Banken
Linklaters (Frankfurt): Peter Waltz (Federführung), Alexander Schlee – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Die Mandatsbeziehung von Clifford zu VW besteht schon seit vielen Jahren und stammt ursprünglich aus den Kontakten des ehemaligen Clifford-Partners Dr. Wolfgang Richter, der 2015 zu CMS Hache Sigle wechselte. Kapitalmarktrechtlich begleitete den Konzern 2010 bei einer Kapitalerhöhung zunächst der damalige Clifford-Partner Markus Pfüller. Er verließ die Kanzlei ebenfalls im Jahr 2015 und schloss sich SZA Schilling Zutt Anschütz an. Doch schon lange vor seinem Wechsel etablierte sich der renommierte Clifford-Partner und US-Anwalt Hacket über Anleiheemissionen nach Rule 144A und Hybridbonds zum kapitalmarktrechtlichen Berater des Konzerns. Er stand dem Autobauer auch Ende 2012 bei einer Pflicht-Wandelanleihe über 2,5 Milliarden Euro zur Seite. Die aktuelle Emission ist der inzwischen vierte Hybridbond des Konzerns, dabei kam jedes Mal Clifford für das Unternehmen und Linklaters für die Banken zum Zug. 

Die Kombination aus Clifford und Linklaters trat auch beim Wiedereinstieg des Konzerns am Anleihemarkt 2017 in Erscheinung, als das Unternehmen acht Milliarden Euro begab. Ein Team um Linklaters-Partner Waltz stand den Banken auch schon bei einer Pflicht-Wandelanleihe 2012 zur Seite. Der erfahrene Waltz hat insbesondere auf Bankenseite einen langen Track Record bei Anleiheemissionen. Der jüngere Schlee wurde 2018 zum Partner ernannt. (Claudia Otto)

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