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09.02.2018

Smarte Parkplatzsuche: Baker und Weitnauer bringen Münchner Start-up und EnBW zusammen

Der Münchner Anbieter für Park-Sensoren, Clerverciti Systems, hat mit EnBW New Ventures einen zweiten Investor gefunden. Zehn Millionen Euro steckt die Wagniskapitaltochter des baden-württembergischen Energieriesen in das Start-up, das den Sprung auf den amerikanischen Markt wagen will. Zum Investorenkreis bei Cleverciti Systems gehört bereits die belgische Beteiligungsgesellschaft SPDG.

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Michael Bartosch

Cleverciti Systems produziert seit 2012 Systeme für energiesparendes Parkplatzmanagement. Mittels fest installierter Sensoren können freie Parkplätze minutengenau angezeigt werden. 2016 konnte das Unternehmen den belgischen Investor SPDG gewinnen. Mit EnBW New Ventures strebt das Unternehmen nun die internationale Vermarktung ihrer digitalen Technik an.

EnBW New Ventures investiert seit einiger Zeit gezielt in junge Unternehmen, die für die digitalisierte Energiewelt der Zukunft stehen. Zum Portfolio gehören etwa Theva, ein bayerischer Anlagenhersteller, oder Lumenaza, ein 2013 gegründetes Berliner Software-Unternehmen, das Lösungen für die regionale Stromversorgung anbietet.

Berater EnBW
Weitnauer (München): Dr. Wolfgang Weitnauer (Corporate/M&A)
Inhouse Recht: Martin Düker (Syndikus)

Berater Cleverciti Systems
Baker & McKenzie (München): Dr. Michael Bartosch (Federführung), Berthold Hummel (beide Corporate/M&A), Dr. Lothar Determann (IP-Recht; San Francisco); Associates: Dr. Tino Marz, Hanna Lütkens (beide Gesellschaftsrecht), Fabian Böttger (München), Dr. Markus Hecht (beide IP-Recht; Frankfurt)
GKK Partners (München): Hermann Krämer (Wirtschaftsprüfer/Steuerberater) – aus dem Markt bekannt

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Renate Kriese

Hintergrund: Der Kontakt zwischen Weitnauer und EnBW kam über Salary-Partnerin Renate Kriese zustande. Sie war viele Jahre Syndikusanwältin bei der Telekom und hat dort die Telekom Ventures betreut. 2014 stieg sie bei Weitnauer am Standort Düsseldorf ein. Soweit bekannt sollte Kriese das Mandat für EnBW bearbeiten. Weil sie verhindert war, übernahm Namenspartner Weitnauer.

Das Mandat von Cleverciti kam über Partner Hummel zu Baker & McKenzie. Er war zum Oktober vergangenen Jahres mit einem auf Private-Equity-Transaktionen spezialisierten Team von Dechert ins Münchener Büro der Kanzlei gewechselt. Die Federführung übernahm nun Baker & McKenzie-Partner Bartosch.

Bereits zu Dechert-Zeiten 2016 hatten Hummel und seine damalige Associate Julia Braun Clevercitis beim Einstieg der Belgier beraten, Braun übernahm seinerzeit die Federführung. Zum Januar stieg auch Braun als Counsel bei Baker & McKenzie ein. (Martin Ströder)

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