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03.01.2017

Energieschub: Franzosen übernehmen Hengeler-Mandantin SAG mit Cleary

Der deutsche Energiedienstleister SAG wechselt den Besitzer. Bisheriger Eigentümer ist der Finanzinvestor EQT, der das Unternehmen für 850 Millionen Euro an den französischen Konzern Spie verkauft. Die Transaktion soll bis Anfang des zweiten Quartals abgeschlossen sein, die Kartellbehörden müssen noch zustimmen.

Oliver Schröder

Oliver Schröder

Mit dem Deal will Spie seine Position in Deutschland und Zentraleuropa ausbauen. Der Konzern mit Hauptsitz nahe Paris ist ein Dienstleister für Heiz-, Ventilations- und Klimatechnik sowie Energie- und Kommunikationstechnik. Spie hat rund 600 Standorte in 38 Ländern. Mit der Übernahme von SAG erhält das Unternehmen neben seinen Niederlassungen in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden nun auch Standorte in Polen, Ungarn und Tschechien.

SAG bietet Dienstleistungen rund um Strom-, Gas-, Wasser- und Telekommunikationsnetze sowie Energieanlagen. Das früher zu RWE gehörende Unternehmen erwartet für 2016 rund 1,3 Milliarden Euro Umsatz, drei Viertel davon erzielt SAG in Deutschland. Die schwedische Investmentgruppe EQT hatte das Unternehmen 2008 erworben und in den vergangenen acht Jahren durch Zukäufe in Osteuropa und Frankreich erweitert. 

Berater Spie
Cleary Gottlieb Steen & Hamilton (Frankfurt): Dr. Oliver Schröder (Federführung; M&A), Dr. Romina Polley (Kartellrecht; Köln), Dr. Peter Polke (Co-Federführung; M&A); Associates: Mirko von Bieberstein, Silke Jurczyga, Dr. Martin Begiebing (Köln; alle Corporate), Henning Wegmann und Tobias Rump (beide Kartellrecht; Köln)
EY (München): Alexander Reiter (Tax Due Dilligence)
White & Case (Paris): Thomas Le Vert, Samir Berlat (beide Finanzierung)

Oppenländer_Steffen

Steffen Oppenländer

Berater EQT/SAG
Hengeler Mueller: Dr. Steffen Oppenländer (London) und Prof. Dr. Hans-Jörg Ziegenhain (München; beide Federführung; beide M&A), Dr. Nikolaus Vieten (Finanzierung), Dr. Christian Hoefs (Arbeitsrecht; beide Frankfurt), Prof. Dr. Dirk Uwer (Compliance; Düsseldorf), Dr. Matthias Scheifele (Steuerrecht), Patrick H. Wilkening, Dr. Andrea Schlaffge, Dr. Astrid Harmsen (alle IP/IT; alle Düsseldorf); Associates: Dr. Daniela Böning (Finanzierung; Frankfurt), Dr. Philipp Dornbach, Dr. Stephan Hennrich, Dr. Benedikt Läufer, Dr. Thomas Krawitz, Dr. Daniel Engel, Dr. Lisa Kopp (alle M&A; alle München), Dr. Moritz Rademacher, Dr. Martin Radtke, Dr. Deniz Tschammler (alle Compliance; alle Düsseldorf), Eckbert Müller (Arbeitsrecht; Frankfurt)
Deloitte (Frankfurt): Sanja Mikic (Tax Due Diligence)
Inhouse Recht (SAG-Gruppe; Langen): Jürgen Meixner (Leiter Recht), Louise van Butselaar (Recht/Compliance)

Hintergrund: Spie hat bei Transaktionen bereits häufiger mit Cleary-Partner Schröder zusammengearbeitet. Er begleitete den französischen Konzern beim Kauf der deutschen Comnet-Gruppe im vergangenen Herbst sowie 2013 beim Kauf einer Servicetochter von Hochtief. 

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Hans-Jörg Ziegenhain

Auch Hengeler-Partner Ziegenhain beriet EQT in der Vergangenheit schon häufiger, etwa beim Verkauf von Springer Science an BC Partners im Jahr 2013 sowie beim Börsengang und anschließenden Verkauf des Motorenherstellers Tognum. Auch damals gehörte Oppenländer zum Team.

EQT arbeitet mit mehreren Kanzleien regelmäßig zusammen. Zuletzt kamen verstärkt Latham, Freshfields Bruckhaus Deringer und Clifford Chance zum Zuge. Auch Ashurst, King & Wood Mallesons und P+P Pöllath + Partners waren schon für die Schweden tätig. Mit dem aktuellen Mandat berät Hengeler nun EQT, obwohl die Kanzlei 2008 beim Kauf der SAG durch EQT nicht mit im Boot saß. Damals hatte sich der Investor von Pöllath, Clifford und CMS Hasche Sigle beraten lassen. 

Als Banken begleiteten die französische Lazard für die Käuferin Spie sowie die Deutsche Bank für EQT den Deal. (Konstanze Richter)

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