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02.12.2014

Smart-Home-Kooperation: Bosch, ABB und Cisco setzen auf Inhouse-Teams und Orrick

Die Industriekonzerne ABB, Robert Bosch und Cisco Systems wollen ein Joint Venture gründen, das die Entwicklung von sogenannten Smart-Home-Lösungen vorantreibt. Die Unternehmen möchten gemeinsam eine Software-Plattform bereitstellen, welche cloud-basierte Kommunikationslösungen zwischen Haushaltsgeräten ermöglicht.

Oliver Duys

Oliver Duys

Die Kartellbehörden müssen der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens, das in Deutschland angesiedelt werden soll, noch zustimmen. Die Kooperationspartner hatten ihr Vorhaben bereits in einem ‚Memorandum of Understanding‘ im Oktober 2013 formuliert. Damals war auch der koreanische Technologieriese LG mit an Bord, der jedoch später aus den Verhandlungen ausstieg.

Durch eine „offene Architektur für den Datenaustausch“ sollen über die geplante Softare-Plattform zukünftig automatische Abgleiche zwischen Geräten unterschiedlichster Hersteller ermöglicht werden. So können alltägliche Prozesse im Wohnbereich auch von Mobilfunkgeräten aus der Ferne gesteuert werden. Diese internetfähigen Haushalts- oder Unterhaltungsgeräte, auch unter dem Label ‚Smart Living‘ oder ‚eHome‘ vermarktet, sollen zukünftig mit dem „Kompatibilitäts-Zertifikat“ des Konsortiums ausgezeichnet werden.

Berater ABB
Inhouse Recht (Mannheim): Dr. Andreas Kollmann, Dr. Moritz Feldmann (beide M&A/Corporate), Mihaela Nistor (Kartellrecht)

Berater Robert Bosch
Inhouse Recht (Gerlingen): Dr. Markus Lepschy (M&A/Corporate), Dr. Philipp Haas (IP/IT), Dr. Mathias Traub (Kartellrecht)

Berater Cisco
Orrick Herrington & Sutcliffe (Düsseldorf): Dr. Oliver Duys, Dr. Sven Greulich; Associate: Dr. Nikita Tkatchenko (alle M&A/Corporate)

Berater ABB, Robert Bosch und Cisco
Gleiss Lutz (Stuttgart): Dr. Matthias Karl; Dr. Philipp Pichler; Associate: Dr. Johannes Hertfelder (alle Kartellrecht)

Hintergrund: Cisco vertraute hier erstmals der deutschen Praxis von Orrick. Der Kontakt kam über die US-Anwälte der Kanzlei zustande. Bei Patentverfahren an deutschen Gerichten setzt der Netzwerkanbieter seit vielen Jahren auf die Münchner IP-Boutique Bardehle Pagenberg.

Bosch verfügt über eine rund 50-köpfige Rechtsabteilung, die seit vergangenem Jahr von Chefjurist Dr. Sebastian Biedenkopf geleitet wird. Hier war nun ein Team um den Transaktionsexperten Dr. Markus Lepschy aktiv. Auch das an der Schweizer Börse gelistete Automatisierungsunternehmen ABB setzte auf sein hiesiges Inhouse-Team, das von Dr. Armin Göttler geleitet wird.

Wer LG Electronics bei den ersten Verhandlungsrunden vertreten hat, ist bislang nicht bekannt. Bei Patentstreitigkeiten vertraut der Technologieanbieter immer wieder auf Bird & Bird. (Sonja Behrens)

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