Skadden Arps Slate Meagher & Flom

Compliance-Untersuchungen★★★☆☆

Bewertung: Obwohl mit klarem Schwerpunkt auf der gesellschaftsrechtl. ausgerichteten Organberatung tätig, eilte Skadden nie der Ruf einer reinen Compliance-Gutachterkanzlei voraus. Geschuldet ist dies der Tatsache, dass die dt. Praxis von Anfang an einem eher pragmat. Ansatz folgte. Weil sie sich dabei nie auf ein Industriesegment festnageln ließ, bildet heute gerade die breite Palette an Mandanten u. entsprechend die Erfahrung mit ganz unterschiedl. Compliance-Philosophien ein Pfund, mit dem das kl. Team um Mayer wuchert. Zugleich sicherte sich das Team so sein eigenständiges Profil ggü. der angesehenen US-Praxis u. wird im Markt weniger stark als etwa Gibson Dunn als US-orientiert wahrgenommen. Das steht der reibungslosen internat. Zusammenarbeit nicht im Wege. So sind die dt. Anwälte wie im Fall eines Terminalbetreibers sogar in Compliance-Mandaten der Gesamtsozietät gefragt, die keine dt.-rechtl. Komponente aufweisen. Ausgebremst wird die Kanzlei allerdings durch ihre geringen Kapazitäten, die durch den Weggang Zimmers, der auch zu Governance-Fragen beriet, noch einmal geschmälert wurden. Will das dt. Team nicht Gefahr laufen, zu einer Werkbank der internat. Praxis zu schrumpfen, wird es um Wachstum nicht herumkommen.
Stärken: Starke US-Praxis.
Oft empfohlen: Dr. Bernd Mayer
Team: 2 Partner, 2 Counsel, 9 Associates
Partnerwechsel: Dr. Lutz Zimmer (in eigene Kanzlei)
Schwerpunkte: Zumeist Gremienberatung, auch Compliance Due Diligences u. internat. Untersuchungen; ergänzend Litigation (Handel und Haftung).
Mandate: Daimler im Zshg. mit US-Untersuchung zu Abgasen (DoJ); Aufsichtsrat eines dt. Industrieunternehmens wg. Korruption in China; Containerterminalbetreiber wg. Korruption in Guatemala; Wertpapierhändler wg. BaFin-Untersuchung; Schweizer Privatbank wg. Steuerverkürzung durch Führung geheimer Konten; US-Biopharmaunternehmen wg. interner Untersuchung im Europavertrieb; UniCredit wg. Cum-Ex-Transaktionen.
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